Chemotherapie


Eine Chemotherapie ist eine Therapie in der Medikamente entweder als Infusion oder auch als Tabletten gegen eine Krebserkrankung verabreicht werden.

Diese können verschiedene Nebenwirkungen haben. Die Natur hat wundervolle Mittel um besser mit den Nebenwirkungen umzugehen. Hier einige bewährte Naturmittel:

 

 

Abwehrschwäche

Bewegung und Entspannung, Wechselbäder, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Einnahme von Vitamin D, Vitamin C, Zink und Selen, Empfehlung einer Misteltherapie, die leider seit einigen Jahren in der Prävention nicht mehr von den Krankenkassen erstattet wird.

Appetitlosigkeit

Pflanzliche Hilfen: Artischockenblätter, Ingwerwurzeltee, Pfefferminze, Schafgarbe, Wermutkraut (auch als Gemisch), Baldrianrinde, Zimtrinde, Kardamom, Marieldistel, Enzianwurzel (als Tropfen erhältlich: Bitterstern).

Blähungen

Bewegung, Fenchel-Anis-Kümmeltee, Verzicht auf blähende Lebensmittel (Kohl, Zwiebeln), während des Essens nicht trinken sondern besser vor und erst wieder 2 Stunden nach der Mahlzeit damit der Organismus besser verdauen kann, Wärme oder Bauchmassage mit in Mandelöl verdünntem Kümmelöl.

Blasenreizungen

Unterleib warm halten, Baumwollunterwäsche tragen, warme Umschläge auf die Blase, Ingwertee und vor allen Preiselbeersaft (bekannt als Cranberrysaft).

Blutarmut (Anämie)

nach Abklärung der Ursache,die meist im Zellzerfall der Chemotherapie liegt: viel rote Säfte (wenn vertragen, Sodbrennen kann die Folge sein), Kräuterblut (im Reformhaus erhältlich) 3x1 Messbecher vor den Mahlzeiten, ist auch als Kapsel erhältlich, Ernährungsgewohnheiten überprüfen und gegebenenfalls umstellen, Ferrum phosphoricum D12 als Schüsslersalz: medizinisches Eisen wird aufgrund eines Vitamin C Mangels häufig nicht resorbiert und verursacht oft Bauchweh und Verstopfung.

Chemobrain

Viele Menschen leiden während einer Chemotherapie unter starker Vergesslichkeit. Oft fallen den Betroffenen bekannte Wörter nicht ein. Dieser Zustand ist sehr unangenehm und kann auch lange nach Ende der Therapie noch anhalten: immer vermitteln, das dies ein vorübergehender Zustand ist, den Betroffenen anhalten, wichtige Dinge und Termine aufzuschreiben, die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren (aus biologischem Anbau!) hat sich als Hilfreich erwiesen [3].

Erbrechen und Übelkeit

Grundsätzlich gilt unter Chemotherapie und Bestrahlung: nur das Essen, was verträglich ist und keinen Widerwillen hervorruft! Der Organismus speichert sonst unter Umständen die entsprechenden gesunden Nahrungsmittel im Kontext des Widerwillens ab, sodass "gesunde" Speisen anschließend und womöglich lebenslang nur noch mit Widerwillen gegessen werden.

 

Zur Unterstützung hilft ein warmer Kamillenwickel, Ingwertee aus frischem Ingwer, Baldriantee oder Baldriantropfen, warmes Wasser, pflanzliche Bitterstoffe, in diesem Fall, Einnahme von kleineren Mahlzeiten, nach dem Essen aufrecht sitzen, Tragen von lockerer Kleidung. Homöopathie: bei anhaltender Übelkeit und bei Brechreiz: Ipecacuanha D4-D6 oder Nux Vomica D4-D6.

Geschmacksstörungen

Metallischer, bitterer, salziger, seifiger oder allgemein ein unangenehmer Geschmack bis hin zum vorübergehenden Geschmacksverlust können Begleiterscheinungen einer Chemotherapie sein.

 

Bittere oder zitronensafthaltige Getränke, Bonbons (Salbei) oder Kaugummi stimulieren den Speichelfluss, ebenso langes Kauen einer harten Brotrinde: ausreichend Speichel kann „schlechten Geschmack“ mildern oder beheben, vor dem Essen den Mund mit Wasser ausspülen, milde Gewürze wie Basilikum oder Oregano können hilfreich sein. Nach der Chemotherapie erholt sich der Geschmackssinn wieder, die Regeneration kann jedoch bis zu einem halben Jahr dauern.


Hand-Fuß-Syndrom

Zur Vorbeugung regelmäßig fettende, nicht parfümierte Creme auftragen, eventuell Verwendung von Olivenöl, Wechselbäder (kalt-warm-kalt) der Hände und Füße, Stimulation der Hände und Füße mit einem Igelball (für die Füße) oder Igelring (für die Finger), Hand-Fuß Bad mit gekochtem Leinsamen: 5 Esslöffel geschroteten Leinsamen in 2-3 Liter Wasser für 5 Minuten aufkochen und nach Abkühlung Hände und Füße darin baden. Die ausgekochten Eiweißsubstanzen aus dem Leinsamen bilden eine Schutzschicht auf Händen und Füßen und beschleunigen die Heilung.

Hautausschlag

Sehr oft kommt es zum Ende einer Chemotherapie zu Hautausschlägen (ein unangenehmer Prozess, dennoch ein Zeichen des Körpers der Entsäuerung), Empfehlung: kein Kortison auf die Hautpartien, Verwendung parfümfreier Öle oder Cremes. Wirkungsvolle, schadstofffreie Produkte sind bei der Firma Valeocura, die eigens Produkte für Menschen unter Chemotherapie und Bestrahlung herstellt und die sich in meiner Praxis sehr bewähren erhältlich (nur Internetvertrieb).


Leberbeschwerden

Es gilt: der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit ! Die meisten Patienten sind nach einer Chemotherapie sehr müde und schlafen viel und die Leber arbeitet als Entgiftungszentrale in unserem Körper. Empfehlung: kein Alkohol, keine sehr fetthaltigen Nahrungsmittel, keine blähenden Speisen. Mariendistelextrakt (z.B. Hepar-Hevert Lebertropfen, Legalon forte), Artischockenextrakt 3 x täglich 400 mg als Tablette, Bittersterntropfen. Ebenso haben sich tägliche Leberwickel mit Schafgarbe bewährt.

Lymphödem

Neben Lymphdrainage bei einem erfahrenen Therapeuten können eine innerliche Einnahme von Equinovo 2 Tabletten pro Tag sehr hilfreich sein. Enzyme sind unentbehrlich für alle Stoffwechselvorgänge und für unser Immunsystem, ebenso Zink 10-20 mg pro Tag (Zinkorotat) und/oder Natriumselenit (z.B. Cefasel) 200-300 Nanogramm pro Tag. Lymphdiaralsalbe auf entsprechende Region auftragen oder Einnahme von Lymphdiaraltropfen 3 x 20 Tropfen.

 

Kompression des entsprechenden Körperteils kann für Entlastung sorgen (die Verordnung von 2 Paar Konpressionsstrümpfen pro Jahr liegt im Leistungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherungen).


Mundgeruch

Hier gilt: mehr Mundhygiene als zuvor. Nach jeder Mahlzeit mit einer weichen Zahnbürste die Zähne putzen und die Zunge reinigen, einmal täglich unbedingt Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürste! Frisches Obst (wenn vertragen wird), Gemüse sowie Produkte wie Joghurt, Sauerkraut und andere vergorene Gemüsearten verzehren. Mundspülungen mit lauwarmem Salzwasser, Kamillen-Salbeitee-Gemisch oder Zitronen-Wasser-Gemisch oder Kauen von frischer Petersilie. An dieser Stelle erwähne ich das altbekannte Ölziehen: Morgens vor dem Zähneputzen den Mund ausspülen, einen Esslöffel Sonnenblumenöl, Kokosöl oder Sesamöl in den Mund nehmen und für 5 bis 10 Minuten durch die Zähne ziehen/spülen (das Öl wird dabei wässrig). Bitte unbedingt in ein Papiertuch ausspucken und entsorgen, niemals schlucken! Danach gut die Zähne putzen. Das Öl entzieht viele Gifte, die sich in der Mundhöhle ablagern und pflegt das Zahnfleisch (besonders zu Empfehlen bei Paradontitis).


Schlafstörungen

Schlafhygiene: vor dem zu Bett gehen sollte der Kopf geleert sein. Abendliche Rituale erleichtern das Einschlafen. Entspannungsmusik, eine warmes Bad mit Melissen oder Lavendelöl, Wechselduschen (immer mit kalt beenden), bequeme Kleidung, ein sauberes Bett, ein gut gelüfteter Schlafraum. Kein PC, Handy oder andere Quellen elektromagnetischer Schwingungen im Schlafzimmer. Ein warmer Tee aus Kamillen oder Baldriankräutern, kein Alkohol, Nikotin oder Kaffee. Angewöhnen eines geeigneten Tag-Nacht Rythmuses, Schüsslersalz Magnesium phosphoricum Nr. 7: 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen (Plastik oder Holzlöffel) und schluckweise trinken, Avena sativa (schaltet die Gedankenflut ab), medikamentöse Behandlungen immer nur in Absprache mit Arzt, gegebenenfalls ist aufgrund der absoluten Stressreaktion vorteilhaft, vorübergehend auf ein Schlafmittel zurückzugreifen, denn nichts ist schlimmer als nicht ausreichender Schlaf!

Sodbrennen

Hilfreich ist die Einnahme von Heilerde oder von einem Basenmittel. Bei Neigung zu vermehrtem Sodbrennen hat sich bewährt, 2 Stunden nach der Mahlzeit (die Säureproduktion ist dann am höchsten) ein Basenmittel einzunehmen. Auf gar keinen Fall Milch trinken (was nach wie vor empfohlen wird), da die Milch in der Säure des Magens gerinnt. Auch hier ist die Umstellung auf basische Kost ratsam.


Verstopfung

Ausreichend trinken, Backpflaume ,einen Abend zuvor eingelegt, morgens kauen, Sauerkrautsaft, Milchzucker (Lactulose), Flohsamenschalen morgens auf nüchternen Magen mit mindestens ½ Liter Wasser trinken (haben die Eigenschaft, kleine entzündliche Prozesse im Darm zu heilen).

 

Ein Ballaststoffreiches, warmes Frühstück mit Leinsamen, Nüssen und Früchten regen den Darm an und pflegen ihn. Die oft in Vergessenheit geratenen Klystiere oder Einläufe haben Vorrang vor oralen Abführmitteln. Vorsicht sei geboten bei verschiedenen oralen Abführmitteln, da sie die Wirkung verschiedener Medikamente beeinflussen können (z.B. Antibiotika, Kortisonpräparate, Herzmedikamente).


Zahnfleischentzündungen

Mechanische Mundhygiene mit Zahnbürste und Zahnseide. Professionelle Zahnreinigung am Besten vor einer Chemo- oder Strahlentherapie, Ölziehen (siehe oben: Mundgeruch), Schüsslersalze wie: Calcium carbonicum, Calcium fluoratum, Calcium phosphoricum, Mundspülungen mit Kamillentee oder Salbeitee (Salbei kommt von Salvare = Heilung).